Du machst den Unterschied

Jeden Morgen geht der alte Mann am Strand spazieren. Wirklich jeden Morgen. Es ist sein festes Ritual.  An einem Morgen sieht er einen Jungen am  Strand, der Seesterne aufhebt und sie zurück ins Wasser wirft. “Wieso machst du  das Junge?” fragt der Alte und kommt näher. Der Junge erwidert: “Weil sie sonst sterben.”. “Aber sie doch,” -sagt der Alte, der Strand ist so lang und es sind so endlos viele. Du kannst sie nicht retten. Es spielt doch keine Rolle”. Der Junge schaut den alten an und hebt wieder einen Seestern auf und wirft ihn ins Wasser. “Für diesen einen macht es einen Unterschied. Er lebt”. 

(Nach der Erzählung “The Star Thrower” von Loren Eiseley (1969))

Ich liebe diese Fabel. Als ich noch jung war, wollte jemand von mit mir wissen, warum ich Sozialarbeit studieren. Die Aussage war: “Du kannst sie nicht alle retten”. Nein, kann ich nicht, aber jedes einzelne Leben, das heiterer durch mich wird, an Qualität gewinnt oder sogar überlebt – das ist es Wert. Wenn alle so denken würden, wie der alte Mann am Strand oder der Mensch, der mir diese Frage stellte, dann wären wir Menschen nicht Menschen und vieles wäre anders. Was unsere Existenz ausmacht, ist der Wunsch und der Traum einer “schöneren Welt”. Wie auch immer diese für das einzelne Aussehen mag. Nein, ich kann nicht alle Menschen retten, das ist auch nicht meine Aufgabe. Aber ich kann jeden Tag die Menschen – und ich hoffe auch dich – berühren und inspirieren. Ein Lächeln ins Gesicht zaubern, Worte schenken und Kraft um Probleme zu verstehen, anzugehen und zu bewältigen. Dies alles tue ich mitten aus meinem Herzen heraus und mit der vollen Überzeugung das wir alle gemeinsam die Welt zu einem besseren Ort machen können. Noch nicht heute und vielleicht auch nicht gleich Morgen aber Schritt für Schritt. Jeden Tag. 

Ich, du, wir alle, sind dafür da, einen Unterschied zu machen. Hier. Heute. Jetzt. 

Ich sage nicht, alle müssen Sozialarbeit studieren oder Coach werden, Ärzte oder Sanitäter. Würde uns alles nichts nützen ohne die Nahrungsmittel, die wir dank unserer Landwirte haben, bringt uns, als die Medizin oder weisen Worte nichts. Da gibt es nichts zu rütteln. Aber du weißt, was ich meine. 

Jeder, egal welcher Beruf, egal wo er ist, kann anderen Menschen helfen. Egal ob viel Geld oder wenig. Leuchten kann jeder. Du auch. 

Ob ich jetzt 1000 an eine Organisation spende oder dem Kind, welches vom Fahrrad stürzt, auf die Beine helfe. Beide Taten lassen die Welt heller leuchten. Beide Dinge lassen Licht werden. Es gibt so viele Dinge, die man tun kann jemanden ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Lass uns sammeln:

  • Die Zugtüre für den Fahrgast aufhalten, der gerade in letzter Sekunde angerannt kommt.
  • Die Kinder über den Zebrastreifen lassen.
  • Der älteren Dame die Türe zum Bäcker aufhalten. 
  • Jedem Menschen, dem du heute noch begegnest, einfach ein Lächeln schenken (Kostet nichts).
  • Dem Nachbarskind bei den Hausaufgaben helfen, weil die Eltern es nicht können. 
  • An der Kasse beim Einkaufen den gehetzten Geschäftsmann vorlassen.
  • Den Müll aufheben, der auf dem Spielplatz liegen blieb.
  • …..

Was fällt dir noch ein? 

Egal was du machst, egal wo du arbeitest, egal wer du bist: Bitte denk dran: Du bist jemand und deine Worte und Handeln machen den Unterschied. Jeden Tag. 

Ich denke, wir sind alle genug gestresst. Wir sind alle ausreichend gehetzt und voll mit Gedanken und Themen und Dingen und Aufgaben. Lasst uns gemeinsam diese Welt zu einem schöneren Ort machen.

Sei für dich da.

Love, Simone