Wieso du für deine Bedürfnisse verantwortlich bist und niemand sonst.

Es ist wundervoll, wenn dein Partner dir Aufmerksamkeit schenkt. Aufmerksam ist oder dich zum Lachen bringt. Aber es ist gleichzeitig auch gefährlich.

Du bist für dein Leben verantwortlich. Für dein Glück, dein Lachen, dein Weinen, Deine Wut, deinen Sonnenschein. Für deine Gefühle. Erfährst du nun über einige Zeit, dass du zufrieden bist, wenn dein Partner a) oder b) macht, ist das schön. Sehr schön. Machst du jetzt nichts mehr für dich, um ebenso zufrieden und glücklich zu sein, dann hast du dich in eine Falle geschubst. Tadaaaa! Glückwunsch, du bist abhängig vom Handeln anderer. Was machst du, wenn dein Partner verreist oder einfach keine Zeit hat für dich? Wenn er sich um sich kümmert oder ihr Streit habt? Wie bodenlos sinkst du jetzt in ein tiefes Loch ….?!

Dir muss eines klar sein, deine Beziehung ist dein +, dein Top on. Vergiss dich selbst nicht und vor allem nicht wie, du deine Bedürfnisse befriedigst. Du bist nicht mehr 7 Monate alt. Hier müsse definitiv die Erwachsenen das Stillen der Bedürfnisse übernehmen. Das Baby kann es nicht können. Und ja, es würde verkümmern und bei grober Vernachlässigung sterben ….

Das Baby fängt an sich zu entwickeln und beginnt dann auch seine Bedürfnisse selbst zu stillen in kleinen Schritten. Ganz am Rande bemerkt, Stillen ist ein wundervolles Wort, betrachtet man seinen Ursprung. Das Baby und Kleinkind braucht noch sehr lange Unterstützung beim Befriedigen seiner Bedürfnisse. Es kann nicht alleine kochen, trinken. Und für die Emotionen braucht das Kind so wie wir auch einen Ansprechpartner. Wo verpassen wir die Übernahme der Verantwortung für unsere Gefühle? So viele Erwachsene haben damit Probleme.

Aber Fakt ist, jetzt bist du kein Kind mehr. Du bist Erwachsenen. Mama und Papa kommen nicht jeden Abend vorbei um, dich ins Bett zu bringen und deine schlechte Laune abzuholen. Soll das alles jetzt dein Partner machen? NEIN! Wie schon gesagt er, ist das Plus nicht dein Vater, nicht deine Mutter.

“Meine Bedürfnisse sind die Dinge, die ich brauche, um leben zu können und glücklich zu sein. Sie sind die Antriebskraft meines Handelns.” (Marshall Rosenberg)

HILFE, was sind meine Bedürfnisse?

Ein schönes Modell, ist die Bedürfnispyramide nach Maslow. Die Pyramide macht deutlich, dass Bedürfnisse aufeinander aufbauen. Die Spitze kann erst Befriedigung finden, wenn die Grundlagen stimmen. Baum Hausbau fängt man auch unten an. Hier ist jeder Mensch unterschiedlich – das ist das wundervolle. Durch deine Vorbilder und Prägung in der Kindheit bilden sich deine Bedürfnisse individuell aus. Um dein inneres Gleichgewicht zu finden, ist es wichtig, dich kennenzulernen. Du darfst dich selbst glücklich machen. Du darfst alles dafür tun, dein eigener bester Freund zu sein und deine Bedürfnisse zu befriedigen.

5. Zuerst musst du die physiologischen Bedürfnisse befriedigen:

Luft zum Atmen, ausreichend Wasser, Lebensmittel und eine sichere Behausung (Was auch immer das für dich ist. Für manche ein Haus, festes Zelt oder Wohnung, wir sind eben verschieden).

4. Beim Sicherheitsbedürfnis geht Maslow davon aus, dass du dich finanziell abgesichert fühlen willst. Aber auch körperlich und seelisch unversehrt. Im sozialen Bereich möchten Menschen ein festes Gefüge und wissen, woran sie sind.

3. Soziale Bedürfnisse

Du möchtest dich zu deiner Familie und Freunden zugehörig fühlen. Du brauchst echten Austausch, um ein Gefühl von Verbundenheit zu haben.

2. Individualbedürfnisse

Ebenso wichtig ist es, dass du dich machtvoll erlebst, dein Handeln also wirksam im außen ist. Du möchtest anerkannt und wertgeschätzt werden. Es geht um Anerkennung, Macht, Status und Wertschätzung.

1. Selbstverwirklichung

Du möchtest, deine Fähigkeiten gemeinsam mit deiner Persönlichkeit dafür nutzen, um dich selbst kreativ zu entwickeln. Du willst etwas bewirken und deinem Leben einen Sinn zu geben.

Keines der Bedürfnisse sollte zu kurz kommen oder ignoriert werden. Hier ist jeder Mensch unterschiedlich – das ist das wundervolle. Du musst alles dafür tun, dein eigener bester Freund zu sein und deine Bedürfnisse zu befriedigen.

Ich mutiere zum Wutball wenn, ich zu lange nichts Esse und meinen Hunger ignoriere. Meine Geduld dann, über Politik zu diskutieren (oder mit meiner 7- Jährigen über das aufräumen) ist dann wirklich im Keller. Wenn also was aus dem Gleichgewicht gerät im Alltag darfst du dich fragen:

  • Wie geht es mir?
  • Habe ich Hunger?
  • Habe ich Durst?
  • Bin ich müde?
  • Was für ein Gefühl spüre ich gerade?

Wenn das alles abgedeckt es wird es komplizierter:

Denn irgendwas bringt dich dennoch aus dem Gleichgewicht. Was brauchst du, um hier eigenständig zu werden? Mut. Zuversicht und Zeit. Den Mut, etwas zu ändern, Zeit um hinzuschauen und die Zuversicht das du es kannst. Du kannst es einfach. Steig aus deiner Opferrolle aus. Schau genau hin, was du willst. Lerne dich kennen. Jeden Tag ein bisschen. Jeden Tag mehr. Beginne mit 15 Minuten. Es muss wirklich nicht viel sein.

Wenn du dich jetzt mit der Pyramide von Maslow beschäftigst, hast du eine Menge zu tun. Und du darfst dir sicher sein: Dein Partner hat seine Bedürfnisse. Bewusst oder unbewusst spielt hier keine Rolle. Wie kannst du also, deinen Partner für etwas verantwortlich machen, was du vielleicht selbst gar nicht weiß?

Ich gehe davon aus, dass die physiologischen Bedürfnisse und das Sicherheitsbedürfnis bei dir ausreichend gedeckt sind. Wenn nicht, hole dir bitte wirklich Hilfe, wenn du alleine nicht weiter weißt.

Die sozialen Bedürfnisse, das Individualbedürfnis und die Selbstverwirklichung beleuchte ich näher.

Die sozialen Bedürfnisse:

Stell dir hier folgende Fragen:

Tankst du Energie innerhalb der Sozialen Kontakte?

Brauchst du Zeit der Regeneration, nachdem du verabredest warst?

Magst du Gespräche, die in die Tiefe gehen?

Fühlst du dich beim gemeinsamen Fernsehabend verbunden?

Wie muss dein sozialer Kontakt aussehen, damit du am Ende vom Tag glücklich bist?

Individualbedürfnisse:

Wie viel Anerkennung suchst du im Außen?

Wie sichtbar möchtest du in der Welt sein?

Wo lebst du deinen kreativen Teil?

Wo erlebst du dich machtvoll?

Wie sieht dein Tag aus, damit du das Gefühl hast, deine Person im Gesamten gelebt zu haben?

Die sozialen Bedürfnisse und die Individualbedürfnisse sind sehr individuell. Hier kommen die verschiedenen Werte und Normen zum Tragen, die dich einzigartig machen. Es gibt daher auch kein richtig oder falsch. Es geht darum, wie du dich damit fühlst und was für dich gut ist. Daher höre genau hin.

Wusstest du, dass die sie oft publizierte Pyramide von Maslow nicht die endgültige Fassung von ihm selbst ist? Kurz vor seinem Tod hat er sie erweitert. 1970 hat drei weitere Bereiche hinzugefügt: Kognitive Bedürfnisse, Ästhetische Bedürfnisse und die Transzendenz. Über Letzteres werde ich in einem meiner nächsten Artikel schreibe.

Also melde dich gerne zum Newsletter an, sodass du die Fortsetzung nicht vergisst.

Herzliche Grüße,

Simone

P.s.: In welchem Bereich siehst du aktuell bei dir Wachstumspotenzial? Lass mir einen Kommentar hier.

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