Wieso du eine Routine einführen solltest

Hast du sowieso schon einen vollen Tagesplan und weist bereits nach dem Aufstehen nicht mehr wo dir der Kopf steht? Mir ging es auch so. Und dann hat mein Coach mir empfohlen früher aufzustehen, um Energie zu tanken. Wie bitte? Ich dachte, mich trifft der Schlag. Finde den Fehler in der Frage! Und nun bin ich gerade Mitte in der Morgenroutine. Um fünf Uhr aufgestanden, Yoga gemacht und nun schreibe ich. 30 Minuten. Nicht mehr. Und vermutlich wird sich auch diese Routine ändern. Irgendwann. Nach einigen Monaten. Oder auch nicht. Wer weiß. Aber Fakt ist, die Routinen sind nicht in Stein gemeißelt, du kannst sie deinem Leben anpassen. Vor knapp sieben Jahren habe ich mit 15 Minuten gestartet. Mehr konnte ich mir nicht vorstellen. Aber schon 15 Minuten vor meinem Kind aufzustehen haben mich enorm entspannt. Aktuell bin ich zwei Stunden vor ihr wach und wichtige Dinge bereits erledigt, bevor der “Alltag” losgeht. Das ist Geschmackssache. Ich gehöre zu den Leuten, die früh am Morgen deutlich kreativer und konzentrierter arbeiten können.

Die Morgenroutine startet übrigens schon am Abend davor

Über den Nutzen einer Abendroutine gibt es schon einen Beitrag von mir. Je bewusster man den Tag abschließt, desto bewusster startet man ihn. Und wenn es mal nicht klappt: “Aufstehen, Krone richten und weiter geht’s”.

“Tue jeden Tag etwas, wovor die Angst hast.”

Elenor Roosevelt

Seit 5 Uhr stehe ich aktuell erst wieder seit 2 Wochen auf. Ich war kurz davor Krank und das hat meine Routine außer Gefecht gesetzt. Als ich das erste mal den “Early Bird” machte, hatte ich richtig große Angst. Fünf Uhr? Ich?! Oh weia. Wozu?! Warum willst du dir das antun. Das Unterbewusstsein springt dir direkt hilfreich zur Seite. Es schafft alle Möglichen ausreden. “Simone, dann musst du ja zwischen 21 und 22 Uhr ins Bett. Dann hast du fast keine Zeit mehr für dich, wenn dein Kind schläft. Und was ist mit deinem Partner? Er ist viel länger wach. Wie soll das funktionieren?

Du liest also, ich bin regelrecht in Panik verfallen wollte aber dennoch ausprobieren was so heiß empfohlen wird. Katharina von Glücksdetektiv erklärt es sehr schön. Etabliere “Mikrogewohnheiten”. Auch ich sage zu meinen Klienten „Schritt für Schritt. Einen nach dem anderen“. In Panik verfallen wir ja nur, weil wir über eine Zukunft nachdenken die nur in unserem Kopf existiert. Zum Thema früher aufstehen, hat Katharina folgenden Tipp: Erst 5 Minuten früher aufstehen. Das machst du so lange, bis du dich wohl damit fühlst. Dann erhöhst du. Vielleicht auf 10 oder gleich auf 15? Spüre da gut in dich hinein. Und probiere aus: Wie viel Zeit möchtest du morgens für dich nutzen. In der Stille des Morgens. Hier wird dich definitiv niemand stören. Für mich ist es ein absolutes Hoch hier zu sitzen und zu schreiben ohne ab und an ein: “Mamaaaaaaaaaaa” zu hören. Manche können das gut ab. Ich Gehör da jetzt nicht so dazu… Also: Jeden Tag ein kleiner Schritt.

Wieso eine Routine am Morgen einführen?

Unser Gehirn liebt Wiederholungen. Dinge die du automatisiert hast, kosten dich kaum bis gar keine Willenskraft mehr. Atmen zum Beispiel oder auch das Zähneputzen am Morgen oder die Kaffeemaschine einschalten. Diese Dinge machst du voll automatisch, ohne darüber nachzudenken.

Zu meinem Partner sagte ich kürzlich: Wenn ich die Kaffeemaschine woanders hinstelle, dann drückst du morgens ins Leere, wenn du in die Küche kommst. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere und das darfst du dir zu Nutzen machen.

Dinge, die zur Routine werde stressen dich weniger, weil du keine Willensstärke mehr dafür aufbringen musst. Du tust es einfach. Punkt. Ohne wenn. Ohne aber. Und das spart Zeit und Energie. Hast du also einen sehr vollen Tagesplan, nimm dir Zeit und setz dich hin. Gibt es Dinge, die du oft zu tun hast? Kannst du sie täglich zur gleichen die Sachen, die du schon immer angehen wolltest? Zum Beispiel, dieses eine bestimmte Buch lesen oder Muskeltraining für deinen Sommerbauch? Am Abend hast du dazu aber keine Energie mehr? Das kann ich sehr gut verstehen. Ob Sommerbauch oder Buch, leg dir genau diese Dinge in den frühen morgen. Noch bevor du losgehst zu Arbeit. Du wirst merken: Etwas bereits erledigt zu haben bevor der Tag richtig gestartet hat, ist ein tolles Gefühl. Erfolgserlebnis bevor alle wach sind. Dafür musst du übrigens nicht um 5 Uhr aufstehen. Wenn dein normaler Start in den Tag um 8 Uhr ist, reicht dir bestimmt auch 7 Uhr. Bei mir geht es um 6.30 los daher stehe ich aktuell um 5 Uhr auf. So habe ich Zeit. Zeit für mich. Zeit zum Genießen. Zeit für die ersten Erfolge.

Wie soll eine Morgenroutine aussehen?

Ganz ehrlich? Es ist dein Leben. Entscheide selbst. Viele empfehlen, den Körper aufzuwecken und dann auch den Geist zu stärken. Der 5 Uhr Club hat mich nach einigen Jahren der Routine wieder neu inspiriert und meine Routine neu entstehen lassen. In meinem Freebie findest du auch Anregungen und Ideen. Diese sind an

Körper, Geist, Mediation orientiert aber in 15 Minuten zu absolvieren. Für Einsteiger quasi.

Am Wochenende sind einige der fünf Minuten Punkte länger. Je nach Wetter mache ich mein Yoga auch draußen. Aber das ist einfach das Leben. Flexibel und frei.

Am gestrigen Abend hatte ich es mit einer Kundin über Morgenroutinen. Wir sprachen darüber, was sie am Morgen braucht. Sie hat darüber nachgedacht ob sie am Morgen auch lesen möchte. Das hat sie für sich gestrichen. Sie sagt, das kann sie morgens nicht, das gibt ihr das Gefühl der völligen Zeitverschwendung. Sie geht eine Runder laufen. Joggen oder spazieren. Je nach Verfassung. Mindestens 15 Minuten. Ihr weg, den Kopf frei zu bekomme. Super! Du siehst also, Routinen sind sehr individuell. Es muss in dein Leben passen und dir guttun.

Wie kommst du zu deiner Routine?

Da ist sie wieder die Sache mit der Zeit. Wenn du mir auf Instagram oder Facebook folgst, hast du schon eins gemerkt: Nimm dir Zeit für dich. Das ist ein Satz, den ich sehr oft nutze. Im Coaching. Ich sage zu meinen Klienten, meiner Tochter, meinen Freunden. “Kümmere dich um dich”.

Was brauchst du?

Was willst du erreichen?

Hast du ein Ziel?

Entspannt aufwachen?

Ruhe und Entspannung?

Fitness Ziel?

Buch lesen?

Ein Musikinstrument lernen?

Beantworte diese Fragen. So entsteht deine Routine. Starte mit 15 Minute und wenn es dir damit gut geht, dann setze dich wieder hin. Willst du mehr? Oder lässt du es so? Alles ist möglich. Es ist dein Leben.

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