Wieso dein Partner nicht die Schuld trägt. Über die Unzufriedenheit am Arbeitsplatz.

Wie bereits im letzten Beitrag geschrieben bleibt eines gleich: Es gibt meistens mehrere Perspektiven, mehre Möglichkeiten für ein Problem oder eine Herausforderung. Viele Wege führen nach Rom, das weißt du ja. 

Zu Hause läuft es nicht gut. Du meckerst ständig an deinem Partner rum, dein Kind kann dir nichts recht machen, du kommst lustlos nach Haus. Morgens hast du keine Kraft mehr zum Aufstehen. Wäre da nicht dein Pflichtgefühl würdest du einfach liegen bleiben. Die Zeit mit deinen Lieben ist dir überhaupt nicht mehr lieb… Alles nervt dich so richtig an. Bevor du denkst, das wird jetzt eine Scheidungsberatung, lies weiter. 

Das Geschenk hinter Problemen 

Hinter jedem Problem kannst du ein Geschenk finden.

Was hältst du von der Möglichkeit, das deine liebsten Menschen um dich herum, dein Partner und deine Kinder ein Spiegel ist. DEIN Spiegel. Und den willst du gerade überhaupt nicht hereinschauen. WENN du es aber tun würdest und einen Moment innehältst, könnte dir auffallen, das auf deiner Arbeit überhaupt nicht mehr zufrieden bist. Vielleicht bist du gelangweilt, weil du Tag für Tag das Gleiche machst, oder du Probleme mit deinen Kollegen hast. Vielleicht erfüllt dich die Arbeit aber auch einfach nicht – sie erscheint dir sinnlos.

Wenn man dich fragt, warum du unzufrieden bist, antwortest du: weil mein Partner… Mein Kind macht ständig…. 

Glaubst du wirklich, das ist die Antwort oder steht hinter diesen Gründen deine Unzufriedenheit mit dir? Es ist leichter alles auf andere zu schieben. Meistens jedenfalls. 

Gut, stel dir vor alle diese Probleme sind weg. Und zwar nicht, weil du alleine auswanderst, sondern weil sich alle vorbildlich benehmen. Na, bist du jetzt zufrieden? Nein? 

Ja oftmals sind unsere engsten Beziehungen ein großer Spiegel, in den wir Tag für Tag schauen dürfen. Sie zeigen uns das, was wir selbst nicht sehen wollen und gerade auch nicht können. 

Aber, wenn du bis hierhin gekommen bist, hast du die Wahl. Du darfst dieses Spiel weiter spielen. Niemand verbietet es dir. Viele Familien oder Partnerschaft kommen so durchs Leben. Es ist deine Entscheidung: Willst du das so? Oder möchtest du dich freier und leichter fühlen? Und endlich die Verantwortung für dich und deine Gefühle übernehmen? 

Sei dir dessen bewusst, deine Wahrheit erschaffst du dir selbst. Und du solltest niemand anderem das Ruder überlassen. 

Du kannst dich natürlich scheiden lassen. Aber spul mal vor. Nimmst du dein Problem mit in die Zukunft? Weil es vielleicht gar nicht das war, was du dir selbst glauben machst? Wiederholt sich dann alles wieder? Das könnte passieren. 

Was ist wenn du Tag für Tag aufgrund deiner Erfahrungen immer wieder entscheidest unzufrieden zu sein? Und dir genau das auch kreierst? Was ist, wenn du genau JETZT entscheiden kannst deinen persönlichen Kurs zu ändern? 

Weißt du, nur weil deine Mutter oder dein Vater seit du denken kannst über ihre Arbeit schimpfen heißt das nicht, dass es bei dir genau so sein muss. Du musst nicht bekannte Muster wiederholen, du darfst dein eigener Chairman sein. 

Gut zurück zum Ausgangspunkt:

Du bist unzufrieden in deinem Job und mittlerweile weißt du das auch. Du hast nun die Wahl:

  1. Weitermachen wie bisher. oder
  2. Veränderung

Schauen wir uns die mögliche Veränderung an:

Veränderung a) Lösung auf der Arbeit suchen

Du kannst deine Einstellung ändern und eine Lösung auf der Arbeit suchen. Vielleicht eine andere Abteilung, Prozesse optimieren oder über eine Beförderung verhandeln.

Veränderung b) dich neu orientieren und kündigen

Schreibe dir am besten all deine Fertigkeiten und Kenntnisse auf und dann überlege wo du dise gerne einbringen möchtest. Was möchtest du erschaffen, wo kannst genau du etwas erstellen oder bewirken? Dann suche dir in diesem Bereich eine neue Arbeit.

Veränderung c) Kündigen und dich neu orientieren.

Wenn du es auf der Arbeit gar nicht mehr aushältst, dann prüfe für dich die Option “einfach Kündigen”. Das mag für viele sehr erschreckend Klingen und es ist auch nicht für jeden etwas. Aber: Wenn du finanziell dann nicht in eine Notlage gerätst, weil du entweder genug finanzielle Polster hast oder vorübergehend auf andere Hilfen zurückgreifen kannst, dann los. Die Angst ist dann vermutlich nur in deinem Kopf und das können viele sein. Hier lohnt es sich unter Umständen mentale Unterstützung dazu zu holen. 

Es gibt bestimmt noch mehr Möglichkeiten, schreib mir gerne, wenn du eine siehst. Aber ganz egal wofür auch immer du dich entscheidest.

 Alles fordert Kraft, Energie und vielleicht auch Mut. 

Jeden Tag aufs neue. Du entscheidest, wofür du deine Kraft aufwendest. 

Möchtest du deine Energie in die alten Muster stecken, unzufrieden sein und auch im privaten Bereich weiter Probleme kreieren?

Oder möchtest du deine Energie dafür aufwenden eine langfristige Lösung zu finden? 

Und die beginnt definitiv bei dir. Leider oder zum Glück! 

Ich sage zum Glück, denn so hast du die Kontrolle und die Macht darüber, was du tun wirst. Wer willst du in 3 Jahren sein? Und wo willst du stehen? 

Jetzt stellt sich natürlich die Frage wie erfährst du, wie wird für sich spürbar das nicht deine Kinder, dein Partner, dein Hund deine Unzufriedenheit verursachen? Das hier im Grunde alles okay ist, sondern du ehrlicherweise nach zig Jahren im selben Job dich aus diesem heraus entwickelt hast. Hier solltest du ein ehrliches Gespräch mit dir selbst führen. 

Übrigens hat hier Biyon eine wunderschöne Metapher zum „entwickeln“ in seinem Podcast beschrieben. Die will ich an dieser Stelle mit dir teilen. Wir Menschen „entwickeln“ uns, wir wickeln uns und unsere Fertigkeiten aus. Es ist alles schon da, wir müssen es nur „entwickeln“, „auswickeln“. Wunderschön dieses Bild, oder? Danke Biyon

Zurück zu dir und deinem Job. Du wirst nur herausfinden worum es dir geht, wenn du dir Zeit für dich nimmst und hinhörst. 

Erkenne, wer du bist. 

Dich selbst zu entdecken, wird dir eine Freiheit schenken, die ungeahnte Kräfte in dir freisetzt.

Sieh, was du alles erlebt hast, in deinem Leben

und

fühle, wo du noch hin willst.

Und dann strecke deine Fühler aus. Und “entwickle” dich. 

Nimm gerne auch Unterstützung an und lass dir helfen, dich selbst zu entwickeln. 

Was ist aktuell deine größte Herausforderung? Schreib mir gerne eine Mail dazu oder lass mir einen Kommentar hier. 

Ich freue mich.

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