Selbstwirksamkeit und wie sie uns hilft aus dem Gefühl der Machtlosigkeit zu entkommen.

“Getriggerte Machtlosigkeit lässt uns hart, kalt und böse werden.” (Bahar Yilmaz) 

Nach diesem Satz saß ich eine Weile vor meinem Monitor. Da saß ich. Etwas müde. Etwas erstaunt. Mehr noch aufgewacht. Wie wichtig es doch ist, für uns selbst zu sorgen. Dazu gehört auch, in uns hineinzuhören. Fühle ich mich machtlos? Wenn ja, was bewirkt das? Was löst dieses Gefühl in mir aus? Und was kann ich tun um mich wieder in die Macht zu bewegen? 

Kennst du das? Du stehst auf, weißt nicht recht was du anziehen sollst. Der Lidstrich sitzt dann auch gleich schief. Eigentlich ist der Tag schon gelaufen. Es klappt so gar nichts.

Im Büro stapeln sich die Probleme, du findest keine Antwort. Kollegen unzufrieden. Die Chefin ist nicht erfreut und delegiert weiter Aufgaben als gäbe es kein Morgen. Alles in dir Schreit, es ist zu viel.

Stopp. Halt. Hilfe. Wo sollst du da anfangen? Deine Gedanken kreisen jetzt immer schneller. Es ist wie ein freier Fall. Kein halten mehr.

Tausend Dinge zu tun, nichts hilft, nichts scheint richtig und alles sowieso egal und nicht richtig und ebenso nicht wichtig. Was kannst du also überhaupt noch tun? Alles egal. Und jetzt legt sich eventuell ein Schalter um.

Die Empathie erlischt. Wenn auch nur Vorübergehend. Alles um dich herum scheint nun ein Gegner zu sein, du befindest dich nun in der absoluten Antihaltung. Klar es ist ja auch alles zu viel gerade.

Für die Menschen um dich herum wirkst du jetzt aber auch gerade nicht mehr wie der Sonnenschein.

Wenn du es im Büro nicht mehr umgedreht bekommst: Verzeih dir. Aber dann daheim atmest du durch.

Willst du ein Wutzwerg bleiben?

Fühlst du dich oft nutzlos, hilflos, wehrlos, machtlos? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, das zu ändern. 

Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen. (Aristoteles)

Du kannst nicht aAles in deinem Leben kontrollieren. Das musst du auch nicht. Aber du kannst dafür Sorge tragen, das du erlebst wie dein Handeln dein Denken bestimmt und umgekehrt.

Wo willst du Kontrolle haben? Was ist realistisch?

Du wirst die Anforderungen in deinem Job vermutlich nicht ändern können. Zumindest nicht von Heute auf Morgen. Was du aber ändern kannst ist die Weise, wie du darauf reagierst. Und das lässt sich sehr gut trainieren. Auf der Arbeit und Zuhause. 

Selbstwirksamkeit bedeutet, sich selbst als Handlungsfähig zu erleben. Du bist Gestalter deines Lebens und erlebst dein Handeln bewusst. Du entscheidest und merkst das dein Handeln Einfluss nehmen kann. Auf dich und auch auf dein Umfeld. 

Dich machtvoll zu erleben kannst du bereits zuhause trainieren. Glaub mir der Kraftakt lohnt sich. Und diese positive Gefühle und dein steigendes Selbstwertgefühl wirken sich in allen Lebensbereichen aus. Positiv natürlich.

Du kannst das Außen nicht Kontrollieren. Dein Leben schon:

  • Dich gesünder ernähren
  • Sport machen 
  • Nein sagen (und merken du bist kein Kopf kürzer wenn du sagst was du möchtest)
  • Gespräche auch mal vorzeitig beenden (anstatt dich breit treten zu lassen)
  • Schreib auf, was du alles über den Tag hinweg erledigt hast. 

So siehst du, was und wieviel du wirklich erledigst. Oft ist es dein Empfinden, was dich glauben lässt, dass du nichts schaffst, meist machst du definitiv mehr (falls doch nicht, ist es eine gute Gelegenheit dein Tagesablauf zu überdenken). 

Es geht darum, dass du die Verantwortung über dich und dein Leben übernimmst.

Egal was im Außen passiert, du bist für dich da. Du kannst das. Lerne dich kennen.

Was hilft dir, wenn du im Stress bist?

Was gibt dir Mut?

Was spornt dich an, wenn du Frustriert bist?

Wenn du Angst hast, setz dich hin.

Woher kommt sie?

Ist sie real?

Werde Schöpfer deines eigenen Universums. Und vor allem: Überlege dir Strategien, die funktionieren auch wenn du alleine bist. Ja, Hilfe holen ist wichtig und auch gut. Aber: Sei alleine Fähig für dich da zu sein. Werde dein bester Freund.

Herzlichst,

deine Simone 

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